Agrigent (dpa) - Bei Überschwemmungen auf Sizilien sind weitere Menschen getötet worden. Zwei Italiener, die in Deutschland lebten, starben, als ihr Auto in der Provinz Agrigent von Wassermassen erfasst wurde, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach es sich bei den Toten um Deutsche handele. Seit Beginn der Serie von Unwettern im ganzen Land vor einer Woche sind rund 30 Menschen ums Leben gekommen. 17 Unwettertote seien bis Samstagabend bestätigt gewesen, sagte ein Zivilschutzsprecher der dpa. In der Nacht auf Sonntag wurden zehn weitere Leichen geborgen: Neun Menschen starben, als Wassermassen in ein Landhaus in Casteldaccia bei Palermo eindrangen, in Vicari wurde die Leiche eines weiteren Opfers gefunden.

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte wollte am Sonntag die Region besuchen. Innenminister Matteo Salvini war im Norden in Venetien unterwegs, wo Sturm und Regen in vielen Orten immense Schäden angerichtet haben.