Gaza/Tel Aviv (dpa) - Militante Palästinenser im Gazastreifen setzen ihre heftigen Raketenangriffe auf Israel fort. In der Nacht seien rund 70 Geschosse aus dem Küstenstreifen abgefeuert worden, teilte das israelische Militär mit.

Als Reaktion habe die Luftwaffe etwa 50 weitere Ziele der dort herrschenden Hamas und seiner militärischen Einrichtungen angegriffen. Bei den schweren Angriffen wurden seit Montagabend vier militante Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte.

Bei einem Raketenangriff in der israelischen Küstenstadt Aschkelon wurde ein Haus direkt getroffen. Dabei seien ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Auch am Morgen gab es in Grenzorten Raketenalarm. Die Schulen in zahlreichen Städten, darunter auch Beerscheva und Aschkelon, sollten geschlossen bleiben.

Ein Sprecher des militärischen Hamas-Flügels drohte mit neuen Angriffen auf weiter entfernte israelische Ziele. Israels Sicherheitskabinett will über das weitere Vorgehen beraten.

Militante Palästinenser hatten Sonntagabend mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert, wie die israelische Armee mitteilte. Israel habe im Gegenzug mehr als 100 Ziele angegriffen.

Es handele sich um die intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus am Dienstag. Das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) habe mehr als 100 der Geschosse abgefangen.

Eine Panzerabwehrgranate hatte am Montag einen Bus nordöstlich des Gazastreifens getroffen, in dem mindestens ein israelischer Soldat schwer verletzt wurde.

Bei dem fehlgeschlagenen Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen waren am Sonntag sieben militante Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden.

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