Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem guten Handelsauftakt hat sich der deutsche Aktienmarkt mittags schwächer gezeigt.

«Die Brexit-Verhandlungen, die extreme Volatilität bei US-Technologieaktien und die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne haben ihre Spuren an der Frankfurter Börse hinterlassen», sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Der Dax notierte zuletzt 0,06 Prozent tiefer bei 11.405,23 Punkten. Der MDax, in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, verlor 0,42 Prozent auf 23.934,60 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,28 Prozent auf 3196,31 Zähler abwärts.

Aus Branchensicht standen Autowerte am stärksten unter Verkaufsdruck. Wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte, fiel die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen in den EU-Ländern im Oktober kräftig. Die Aktien von Volkswagen, BMW, Daimler und Continental verzeichneten Abgaben zwischen 1 und 2,7 Prozent. Daimler- und Conti-Papiere litten zusätzlich unter Abstufungen durch die Citigroup.

Unter den Einzelwerten reagierten die Henkel-Papiere mit einem Kursanstieg von 3,5 Prozent an der Dax-Spitze auf die Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns und setzten ihren jüngsten Erholungstrend fort. Analysten waren mit der Bilanz zum dritten Quartal wie auch dem Ausblick des Persil-Herstellers durchaus zufrieden.

Die Aktien von K+S zeigten auf die Quartalszahlen des Dünger- und Salzkonzerns mittags dagegen kaum eine Reaktion. Die zuletzt starken Lufthansa-Aktien kamen mit minus 2,3 Prozent etwas unter die Räder.