Lübeck (dpa) - Die erste von bundesweit acht CDU-Regionalkonferenzen, auf denen sich Bewerber für den Parteivorsitz präsentieren, hat am Donnerstagabend in Lübeck begonnen.

Unter großem Applaus von mehr als 700 Parteimitgliedern zogen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn in die Gollan Kulturwerft, ein Veranstaltungszentrum, ein.

Zur Begrüßung sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, die CDU verspüre eine Aufbruchstimmung. Er hoffe auf einen fairen Wettbewerb. «Wer immer von euch am Ende gewinnt, wir brauchen euch am Ende alle.» Andere Parteien beneideten die CDU um diese Kandidaten.

Nach den Worten von Kramp-Karrenbauer ist die Selbsterneuerung der CDU kein Selbstzweck. Es gehe um das Wiedererstarken der Partei. «Wir müssen zu neuer Stärke kommen», so Kramp-Karrenbauer in Lübeck. 26 Prozent seien für eine Volkspartei kein Maß. «Wir müssen wieder mehr Menschen von uns überzeugen.» Dabei stehe der politische Gegner immer in den anderen Parteien, nie in den eigenen Reihen.

Sie habe bereits gezeigt, dass sie harte Wahlkämpfe führen und gewinnen könne, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie nannte als ein wichtiges Thema die Innere Sicherheit. Es gelte, die Zweifel in der Bevölkerung auszuräumen, dass die CDU noch die Partei der Inneren Sicherheit sei, dass sie noch Recht und Gesetz durchsetzen könne. Die Flüchtlingskrise von 2015 dürfe sich nicht wiederholen. Damals waren rund 900.000 Migranten weitgehend unkontrolliert nach Deutschland eingereist.

Termine und Orte der Regionalkonferenzen