Macao (dpa) - Die deutsche Nachwuchs-Rennfahrerin Sophia Flörsch ist beim Weltfinale der Formel 3 schwer verunglückt. Die 17 Jahre alte Münchnerin kam in Macao an der schnellsten Stelle der engen Strecke vom Kurs ab und flog mit ihrem Rennwagen durch und über die Fangzäune.

Die Autos erreichen an dem Punkt Geschwindigkeiten von bis zu 280 Stundenkilometer. Nach ersten offiziellen Angaben war Flörsch nach dem Unfall bei Bewusstsein und ansprechbar. Das bestätigten sowohl Flörschs Team Van Amersfoort Racing als auch der Veranstalter in Macao. Über die möglichen Verletzungen wurden keine Angaben gemacht. Flörsch wurde in ein Krankenhaus in Macao zu weiteren Untersuchungen gebracht. Ebenfalls bei Bewusstsein seien vier weitere Personen, die in den Unfall verwickelt wurden: ein weiterer Fahrer, zwei Fotografen und ein Streckenposten. Auch sie würden medizinisch behandelt, teilte der Veranstalter mit.

Ein Video, das bei Twitter kursierte, zeigte, wie Flörsch praktisch ungebremst durch und über die Streckenbegrenzungen der Lisboa-Kurve krachte. Das Rennen, bei dem auch Formel-3-Europameister Mick Schumacher am Start war, wurde für rund eine Stunde unterbrochen.

«Ich hoffe, dass alle okay sind», sagte Mick Schumacher, der zum Zeitpunkt des Unfalls auf Rang sechs wie beim Start gelegen hatte. Er habe noch nichts von dem Unfall gesehen, betonte er.

Flörsch stieg erst in diesem Jahr in die Formel 3 auf, als sie in Zandvoort beim vierten Rennwochenende für den niederländischen Rennstall Van Amersfoort Racing startete. Sie fuhr zuvor in der Formel 4 als erste Frau zweimal aufs Podest.

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