Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag seine Verluste vom Wochenbeginn ausgeweitet. Angesichts schwacher Technologiewerte in den USA fiel der deutsche Leitindex im frühen Handel um 1,14 Prozent auf 11.115,89 Punkte.

Damit steuerte der Dax allmählich wieder auf sein im Oktober erreichtes Tief seit Ende 2016 bei 11.051 Punkten zu. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor 1,22 Prozent auf 23.122,48 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um knapp 1 Prozent nach unten.

Der Technologiesektor steht seit Wochen unter Druck. Wegen der Furcht vor einer sinkenden Nachfrage gab es zuletzt vor allem in der Halbleiterbranche immer wieder hohe Verluste. Die Blicke der Anleger seien eher auf die Jahrestiefs als nach oben gerichtet, sagte Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners. Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg resümierten: «Die Skepsis gewinnt wieder die Oberhand.»

Auch in Frankfurt standen Technologiewerte auf den Verkaufslisten weit oben. So fielen die Papiere von Dialog Semiconductor um mehr als 3 Prozent und diejenigen von Aixtron um 2 Prozent.

Im Dax büßten Infineon-Aktien rund 4 Prozent ein. Schlusslicht im deutschen Leitindex waren die Papiere von Wirecard mit einem Minus von rund 6 Prozent. Damit geht den Anteilsscheinen die Luft immer mehr aus. Der Zahlungsabwickler ist allerdings wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch.

In dem trüben Umfeld sackten ferner die Aktien der Deutschen Bank auf ein Rekordtief ab. Zuletzt standen sie 4,5 Prozent im Minus.

Der Chemiekonzern BASF will in den kommenden Jahren mehr verdienen. Dazu beitragen sollen neben dem Ausbau des China-Geschäfts auch effizientere Anlagen und geringere Kosten. Doch auch diese Nachricht verpuffte: Die Anteilsscheine verloren rund 2,5 Prozent.