New York (dpa) - Samsung will seinem nächsten Spitzen-Smartphone laut einem Zeitungsbericht zufolge ganze sechs Kamera-Objektive spendieren.

Vier davon sollen auf der Rückseite für hochwertigere Fotos und bessere Tiefen-Wahrnehmung sorgen, schrieb das «Wall Street Journal».

Mit zwei Objektiven neben dem Display könnte Samsung wiederum - ähnlich wie Google bei seinem neuen Smartphone Pixel 3 - den Nutzern auch Selfies mit mehr Bildinhalt ermöglichen.

Das Telefon mit einer Bildschirm-Diagonale von 6,7 Zoll (17 cm) solle auch die verfügbaren Netze des nächsten superschnellen Datenfunk-Standards 5G unterstützen, hieß es weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Neben diesem Flaggschiff-Smartphone werde es noch drei Varianten des nächsten Top-Modells Galaxy S10 mit 5,8 bis 6,4 Zoll großen Displays geben. Samsung stellt die neuen Geräte der S-Serie traditionell Ende Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor.

Der südkoreanische Konzern ist die Nummer eins beim weltweiten Smartphone-Absatz, bei den lukrativen teuren Modellen ist aber Apple besonders stark. Im laufenden Weihnachtsgeschäft senkte der US-Konkurrent aber laut Medienberichten nach Preiserhöhungen die Produktionsaufträge für die neuen Modelle iPhone XS und XR.

Apple wird ab diesem Quartal keine Angaben zum Smartphone-Absatz veröffentlichen - Samsung macht dies bereits seit Jahren nicht mehr. Bei einer insgesamt schwächelnden Smartphone-Nachfrage setzen die Anbieter massiv auf die Bildqualität als Kaufanreiz.

Apple hat bei seinem iPhone XS aktuell zwei Kamera-Objektive auf der Rückseite und eine Selfie-Kamera über dem Display. Samsung baute vor kurzem bereits vier Objektive unter anderem für Weitwinkel- und Teleaufnahmen auf die Rückseite seines günstigeren Modells A9. Der Konkurrent Huawei integrierte jüngst drei Objektive in sein Top-Smartphone P20. Google setzt dagegen bei seinem Pixel 3 auf eine Hauptkamera mit nur einem Objektiv - kann dank seiner Software mit maschinellem Lernen aber auch damit zum Teil außerordentlich gute Bilder machen.

Bericht im "Wall Street Journal"