Leipzig (dpa) - RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat vor dem pikanten Duell des Fußball-Bundesligisten beim FC Red Bull Salzburg eine «Stallorder» als «Nonsens» bezeichnet.

Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz mische sich nullkommanull ins operative Geschäft ein und auch er habe keinen Einfluss auf Salzburg, betonte Mintzlaff in einem Interview des Sportbuzzer.

«Salzburg und Leipzig haben eine gemeinsame Vergangenheit, aber weder eine gemeinsame Gegenwart noch Zukunft», betonte der 43 Jahre alte Mintzlaff, der einst als «Head of Global Soccer» verantwortlich für die weltweiten Fußball-Geschäfte von Red Bull war. Zudem fungierte Leipzigs aktueller Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick von Mitte 2012 bis Mitte 2015 als Sportdirektor auch in Salzburg. Dort ist Red Bull mittlerweile nur noch der Hauptsponsor, in Leipzig der Besitzer.

«Gar nichts», sei schlimm an dem Duell der beiden Clubs an diesem Donnerstag, betonte Mintzlaff. «Ich will aber auch nicht wegdiskutieren, dass es ein besonderes Spiel ist. Die Entstehungsgeschichte ist bekannt, beide Clubs waren ein paar Jahre nicht nur über den gemeinsamen Sportdirektor Ralf Rangnick miteinander verbunden und zudem spielen bei uns einige ehemalige Salzburger», erklärte er. Über ein Dutzend Profis wurden bisher von Salzburg nach Leipzig transferiert.

Im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde reicht den Salzburgern ein Remis, Leipzig könnte es auch genügen. Ein Sieg wäre allerdings deutlich besser. Das Hinspiel hatte Salzburg, trainiert vom Leipziger Marco Rose, 3:2 gewonnen. Sie führen die Gruppe B mit 12 Zählern an. Die Sachsen belegen den zweiten Platz mit acht Punkten und damit ebenso vielen wie Celtic Glasgow. Die Schotten empfangen am letzten Gruppenspieltag die Salzburger.

Interview bei Sportbuzzer