Berlin (dpa) - Die Deutsche Islam-Konferenz (DIK) kommt heute erstmals in neuer Besetzung zusammen. Ein Blick auf die Teilnehmerliste lässt erwarten, dass die erste Sitzung in Berlin wohl nicht ohne Konfrontation ablaufen wird.

Denn Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat mit der Praxis seines Amtsvorgängers Thomas de Maizière (CDU) gebrochen, der dieses Forum vor allem für den Dialog staatlicher Akteure mit den mehrheitlich konservativen Islam-Verbänden genutzt hatte. Seehofer hat auch Theologen und Wissenschaftler eingeladen, die mit diesen Verbänden im Clinch liegen.

Dazu zählen eine Vertreterin des Liberal-Islamischen Bundes, die Gründerin der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, Seyran Ates, und der Psychologe Ahmad Mansour. Seehofer hat eine «Grundsatzrede» angekündigt. Der CSU-Politiker hatte im vergangenen Jahr kurz nach seiner Ernennung zum Bundesinnenminister erklärt, er halte den Satz «Der Islam gehört zu Deutschland» für falsch.

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