Kattowitz (dpa) - Auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) wird der neue Klima-Risiko-Index der Entwicklungsorganisation Germanwatch vorgestellt. Der jährlich erscheinende Index vergleicht Schäden durch Extremwetter wie Stürme, Starkregen, Hitze und Dürre.

Klimaforscher warnen, dass solche Ereignisse wegen der Erderwärmung in Zukunft öfter vorkommen und heftiger werden. Im vergangenen Jahr hatte der Index die Aufmerksamkeit besonders auf die Verwundbarkeit ärmerer Länder gelenkt. Inwiefern Industriestaaten nicht nur Klimaanpassung und -schutz unterstützen sollen, sondern auch bei Schäden helfen, ist ein Streitpunkt in der Klimadiplomatie.

Beim 24. UN-Klimagipfel verhandeln Vertreter aus knapp 200 Staaten zwei Wochen lang darüber, wie die als historisch eingestuften Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können. In Paris war beschlossen worden, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius, möglichst sogar auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.