Mönchengladbach (dpa) - Trainer Dieter Hecking brachte seine Joker Raffael und Florian Neuhaus nach einer Stunde - und wurde mit Treffern in der 69. Minute durch den Brasilianer und Neuhaus (77.) mehr als belohnt.

Mit dem 3:0 (0:0) über den VfB Stuttgart bleibt Borussia Mönchengladbach erster Verfolger von Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga. Dagegen stecken die Schwaben nach einer bitteren zweiten Spielhälfte als 16. weiter im Sog nach unten.

DIE KONSEQUENZEN: Die Borussias sind Erster und Zweiter. Die aus Dortmund hat nach dem 14. Spieltag 36 Punkte, die aus Mönchengladbach 29. Überaus bemerkenswert: Heckings Mannschaft gewann als einzige bislang alle Heimpartien dieser Saison und kommt auf die exzellente Bilanz von 21 Zählern und 21:3 Toren im Borussia-Park. Beim VfB herrscht dagegen Tristesse: Mit neun Treffern ist das Team von Markus Weinzierl am wenigsten torgefährlich, dafür hat es schon 29 kassiert.

VFB-PROBLEME: Es war nicht nur das 0:3 nach einer durchaus respektablen Leistung bis zur Borussia-Führung. Andreas Beck, Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard und Dennis Aogo vergrößern auch Weinzierls Verletzungsprobleme. Gelb-Rot für Erik Thommy gesellt sich hinzu. Das tue in der Addition aller Negativfaktoren «brutal weh», befand VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler.

DOPPEL-PECH: Pavard erlebte einen Abend, den er so schnell nicht vergessen dürfte. Der 22-Jährige machte mit seinem Eigentor zum 0:3 das Debakel perfekt. Zudem verletzte er sich bei der Aktion in der 84. Minute so schwer am Oberschenkel, dass Sportvorstand Michael Reschke in einer ersten Diagnose vom Hinrunden-Aus für Pavard ausging.

STINDL-LOB: Borussia-Spielführer Lars Stindl zollte dem Team «riesen, riesen Respekt». Denn nach einer durchwachsenen ersten Spielhälfte, in der Ex-Nationalspieler Mario Gomez das 1:0 für den VfB hätte erzielen müssen (30.), agierte die Elf vom Niederrhein laut Stindl nach dem Wechsel «sehr frei, geduldig, ruhig und klar». Stindl: «Wir haben viel Qualität und bringen sie auch auf den Platz.»

HOHE QUOTE: Vor allem in den ersten 45 Minuten war die Borussia extrem dominant. Die Ballbesitzquote von 73 zu 27 Prozent machte es überdeutlich. Schon allein deshalb war der spätere Erfolg im Prinzip die logische Konsequenz. Was für den VfB bleibt? «Wir werden nun den Kopf hochnehmen, weitermachen und natürlich nicht aufgeben», kündigte Mario Gomez an.

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