Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung der Anleger am deutschen Aktienmarkt auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China wächst.

Der Dax stieg im frühen Handel um rund ein halbes Prozent auf 10.837,62 Punkte. Zuvor hatten schon die asiatischen Börsen Gewinne verbucht.

Der Index der mittelgroßen Konzerne MDax trat mit 22.221,55 Punkten auf der Stelle. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone erholte sich um 0,6 Prozent auf 3073,68 Zähler.

China scheint den USA beim Thema Autozölle laut Medienberichten entgegen zu kommen. Davon profitierten die Aktien der Autohersteller, wenn auch nicht mehr so stark wie am Vortag. BMW, Daimler und Volkswagen legten jeweils um knapp ein Prozent zu.

Rückenwind erhielt der Dax auch von als defensiv geltenden Aktien wie der Versorger Eon und RWE oder den Papieren des Immobilienkonzerns Vonovia. Mit Henkel und Deutsche Telekom waren zwei weitere defensive Werte gesucht. Sie weisen vergleichsweise stabile Einnahmen auf und gelten zudem als attraktive Dividendenzahler.

Daneben sorgten vor allem Kommentare von Analysten für Bewegung: Die Aktien der Lufthansa stiegen nach einer Empfehlung der Commerzbank um 0,8 Prozent. Die Investmentbank Merrill Lynch hob die Aktien der Allianz auf «Kaufen», der Kurs legte daraufhin um 1,4 Prozent zu.

Ein Kaufvotum der britischen Bank HSBC lieferte den Aktien des Ausrüsters von Großküchen Rational Rückenwind. Sie stiegen im SDax um gut 4 Prozent. Die Aktien des Vermögensverwalters DWS gerieten dagegen nach einem skeptischen Kommentar der Bank JPMorgan unter Druck und büßten 4,6 Prozent ein. Anteile von Norma litten im MDax mit einem Abschlag von 5,7 Prozent unter einer Verkaufsempfehlung der französischen Bank Societe Generale.