Berlin/Eisenach (dpa) - Die unterbrochenen Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sollen frühestens am Freitagmittag in Berlin fortgesetzt werden.

Das sagten Sprecher der Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Morgen auf Anfrage. Nach wie vor gehe es um die Lohnhöhe und die Laufzeit des künftigen Tarifvertrags, hieß es bei der EVG. Verhandelt wird für rund 160.000 Beschäftigte der Bahn. Seit Dienstag ringen beide Seiten um einen Kompromiss.

Zugleich hat die Bahn in Eisenach mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verhandelt. Nach Mitteilung der GDL liegt inzwischen ein Tarifangebot vor, das sie "mit sämtlichen bis dahin erzielten Teilergebnissen akzeptiert". Die Bahn wolle diese Ergebnisse jedoch derzeit nicht unterzeichnen. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky wollte sich am Vormittag in Eisenach zum aktuellen Stand äußern.

Eine Konzernsprecherin bekräftigte, die Bahn wolle mit beiden Gewerkschaften eine Einigung erreichen. Die GDL habe das jüngste, verbesserte Angebot abgelehnt und die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Das Unternehmen wolle die angekündigte Stellungnahme der GDL abwarten und dann bewerten.

EVG zur Tarifrunde 2018

GDL zur Tarifrunde 2018

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GDL-Pressemitteilung