Berlin (dpa) - Kurz vor der Entscheidung über das "Gute-Kita-Gesetz" hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey die Länder aufgerufen, für eine schnelle Umsetzung zu sorgen.

"Der Bedarf wächst schneller als die Zahl der Kita-Plätze. Das ist wie bei Hase und Igel", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Eltern erwarten, dass es genügend gute Kita-Plätze gibt. Alle politischen Ebenen müssen nun dafür Sorge tragen, dass die Wünsche der Eltern auch erfüllt werden."

Über den Entwurf soll heute zunächst der Bundestag, danach auch der Bundesrat entscheiden, so dass das Gesetz noch wie geplant Anfang 2019 in Kraft treten könnte. Schleswig-Holstein will dazu allerdings die Anrufung des Vermittlungsausschusses durchsetzen, weil Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine dauerhafte Finanzierung des Bundes fordert.

Giffey bekannte sich zur Fortsetzung der Kita-Finanzierung durch den Bund über 2022 hinaus. "Es handelt sich hier um ein nachhaltiges Gesetz und nicht um ein zeitlich befristetes Bundesförderprogramm", sagte sie dem RND. Der Finanzrahmen der Bundesregierung reiche bis 2022. "Danach wollen wir weitermachen." Der Bund investiere erstmals in diesem Maß in die frühkindliche Bildung in Deutschland. Die Ländern bekämen damit "milliardenschwere Unterstützung bei ihrer Aufgabe, die benötigte Qualitätsverbesserung und die Entlastung der Eltern bei den Gebühren zu gewährleisten".