Berlin (dpa) - Die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark wird auch ein Turnier der Gesichter.

Superstars wie der Däne Mikkel Hansen, der Kroate Domagoj Duvnjak und auch Deutschlands Weltklasse-Linksaußen Uwe Gensheimer prägen die Sportart seit Jahren. Andere Spieler haben das Potenzial zum Superstar. Auf wen sollte man bei dem Turnier vom 10. bis 27. Januar besonders achten?

MIKKEL HANSEN: Zottelige Haare, zotteliger Bart, breites Stirnband - den 31 Jahre alten Top-Profi von Paris Saint-Germain erkennt man auf dem Spielfeld allein schon an seinem Äußeren. Aber Hansen fällt auch darüber hinaus auf. Kaum ein Rückraumspieler dieser Welt verbindet Torgefahr und Passsicherheit wie es der Däne tut. Hat der Hüne zu viel Platz, ist der Ball meistens drin. Auf ihm ruhen in der ambitionierten dänischen Mannschaft wohl die größten Hoffnungen.

UWE GENSHEIMER: Bester Linksaußen der Welt: Dieses Prädikat haftet Gensheimer schon seit Jahren an. Wenn der Pariser Teamkollege von Hansen einen guten Tag erwischt, wirft er fast jeden Ball ins Netz. Und die guten Tage haben in der bisherigen Karriere des 32-Jährigen überwogen. Im Nationaltrikot aber schwächelte er bei den jüngsten Großturnieren. Bundestrainer Christian Prokop hält dennoch zu seinem Kapitän. Ob dieser den ersten großen Titel seiner Karriere gewinnen kann, hängt in nicht geringem Maße von ihm selbst ab.

SANDER SAGOSEN: Wie Gensheimer und Hansen spielt auch der 23-jährige Norweger für PSG. Allein das darf schon als ein Merkmal für internationales Top-Niveau gewertet werden. Die Qualitäten des Regisseurs ähneln denen von Hansen. Anders als etwa der routinierte deutsche Spielmacher Martin Strobel kann Sagosen nicht nur das Angriffsspiel seines Teams aufziehen, sondern strahlt darüber hinaus auch noch Torgefahr aus.

DOMAGOJ DUVNJAK: Das 1,98 Meter große und 100 Kilogramm schwere Kraftpaket des THW Kiel zählt zu den wichtigsten Spielern der Kroaten. Der Welthandballer von 2013 ist Anführer und Lenker des Mitfavoriten. Nachdem er bei der Heim-EM im Vorjahr frühzeitig verletzt ausfiel, will es der Routinier in seiner sportlichen Wahl-Heimat noch einmal wissen.

VINCENT GERARD: Der Franzose war sowohl bei der erfolgreichen WM 2017 als auch bei der EM 2018 als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet worden. An seinen besten Tagen treibt er gegnerische Werfer zur Verzweiflung. Hält Gerard erneut stark, werden die Chancen der Franzosen auf einen erneuten WM-Sieg sicher nicht geringer.

DIKA MEM: Jung, hochtalentiert, Weltmeister: Dem 21 Jahre alten Rückraumspieler des spanischen Topclubs FC Barcelona wird von Experten eine großartige Zukunft vorhergesagt - dabei hat er schon jetzt viel erreicht. 2018 wurde Mem als bester Nachwuchsspieler der Welt ausgezeichnet.

ALEX DUJSHEBAEV: Schon sein Vater Talant Dujshebaev war als zweifacher Welthandballer einer der Größten seiner Sportart. Sein 26 Jahre alter Sohn hatte als torgefährlicher Rückraumspieler maßgeblichen Anteil am EM-Sieg der Spanier vor einem Jahr. Nun peilt er seinen ersten WM-Titel an.

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