Ruhpolding (dpa) - Nach dem Abgang einer Lawine in der Nähe von Ruhpolding ist der wegen des Schnee-Chaos auf Donnerstag verschobene Start des Biathlon-Weltcups weiter fraglich.

«In den letzten Stunden ist eine Gefährdung durch mögliche Lawinenabgänge dazugekommen. Unser Sicherheitskonzept steht. Aber es muss noch final vom Landratsamt bestätigt werden. Und da sitzen wir am kürzeren Hebel», sagte Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler.

Der ursprünglich für Mittwoch vorgesehene Start des Heim-Weltcups mit dem Männer-Sprint in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena war aufgrund des immer noch bestehenden Katastrophenfalls abgesagt worden. Am Mittwochmorgen hatte der Biathlon-Weltverband IBU dann vermeldet, dass der Landkreis Traunstein grünes Licht für den Doppel-Start mit dem Männer-Sprint um 11.00 Uhr (ARD/Eurosport 2) und den Damen (14.45 Uhr) am Donnerstag gegeben hat. Dem ist aber nun nicht so.

Im Katastrophenfall, der aufgrund des Schneechaos im Landkreis Traunstein immer noch gilt, entscheidet der Krisenstab im Landratsamt darüber, ob eine Veranstaltung stattfinden kann. Weil nach einem Lawinenabgang die B 305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl aber ebenso gesperrt ist wie das Skigebiet Winklmoosalm, fehlt ein Zufahrtsweg zur Chiemgau Arena.

«Die Vorbereitungen sind soweit, dass ein Wettkampf gut durchgeführt werden kann. Ich hoffe, dass sich alles vernünftig regeln lässt. Aber wir können auch nicht sagen, uns ist es gleich, was im Nachbartal passiert», sagte Pichler.

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