Düsseldorf (dpa) - Im Loveparade-Prozess hat das Gericht für sieben Angeklagte wegen geringer Schuld eine Einstellung ohne Auflage vorgeschlagen.

Dies gelte für die sechs städtischen Bediensteten, die nur im Vorfeld in die Planung eingebunden gewesen seien, sagte Anwalt Julius Reiter nach dem sogenannten Rechtsgespräch am Mittwoch.

Auch für einen Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent habe das Duisburger Landgericht nur geringe Schuld gesehen. Er soll rein repräsentative Aufgaben gehabt haben.

Bei den anderen drei angeklagten Lopavent-Mitarbeitern habe das Gericht wegen deren Einbindung in die organisatorischen Abläufe am Veranstaltungstag eine «mittlere» Schuld gesehen. Hier habe es eine Einstellung gegen Auflage vorgeschlagen, sagte ein Verteidiger.

Das Duisburger Landgericht hält eine Einstellung des Prozesses um die Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten und 652 Verletzten für denkbar.

Landgericht Duisburg zum Loveparade-Verfahren

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