Köln (dpa) - Die größte Islam-Organisation in Deutschland, Ditib, hat nach anhaltender Kritik einen Neustart angekündigt und will dazu heute ihre Vorstellungen präsentieren.

Zudem wird in Köln das neue Spitzenpersonal der Türkisch-Islamischen Union vorgestellt. Ditib steht seit fast drei Jahren wegen der Nähe zur türkischen Regierung und der Abhängigkeit von der Religionsbehörde Diyanet unter Druck. Bund und Länder verlangen eine Loslösung von der Türkei.

Der Bund hat die Finanzierung von Projekten in Ditib-Trägerschaft eingestellt. Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) betonte mehrfach, der Bundesverband könne kein Partner sein, wenn er hierzulande die Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vertrete.

Die Ditib will nach eigenen Angaben «einen intensiveren Austausch». Sie will auch wieder zum Player beim islamischen Religionsunterricht in NRW und in Hessen werden. Ihre Ankündigung ist bisher auf große Skepsis gestoßen.