Magdeburg (dpa) - Geduldsprobe für viele Autofahrer: Eine Brücke der Autobahn 2 über die Elbe bei Magdeburg ist einem Belastungstest unterzogen worden.

Grund dafür war eine neue Sanierungstechnik, deren Tauglichkeit die Ingenieure überprüfen wollten. Für die Aktion wurde die Autobahn am Sonntag zwischen den Anschlussstellen Burg-Zentrum und Magdeburg-Rothensee in Richtung Hannover für mehrere Stunden gesperrt. Autofahrer mussten zum Ende der Winterferien in drei Bundesländern Umleitungen in Kauf nehmen. Staus habe es zunächst aber nicht gegeben, so ein Polizeisprecher. Die Ingenieure ließen mehrfach Lastwagen über die Brücke fahren, um die Belastung zu messen.

Vor rund drei Jahren wurden bei einer Routinekontrolle kleine Risse an Schweißnähten gefunden, wie der Chef der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, berichtete. Es gehe um die Verbindung zwischen der Fahrbahn und der darunterliegenden Stahlkonstruktion. Um die Verbindung zwischen Fahrbahn und Stahlunterbau zu entlasten, wurden an mehreren Stellen Federplatten eingesetzt. «Wir lösen die starre Verbindung und bauen eine gelenkigere ein», sagte Langkammer.

Die neue Technik sei kompliziert, weil in ein bestehendes statisches System eingegriffen werde. Man könne zwar versuchen, die Belastungen vorab zu berechnen, aber ohne eine Überprüfung in der Praxis geht es Langkammer zufolge nicht. Immer und immer wieder rollten die Lastwagen am Sonntag über die Brücke - mal langsam, mal schnell, mal auf der linken, mal auf der rechten Spur, mal einzeln, mal in der Kolonne. Sensoren zeichneten dabei die Dehnung des Materials auf. Passt alles, soll die gesamte Brücke nach und nach saniert werden.