Berlin (dpa) - Vier ehemalige Hockey-Bundestrainer um Bernhard Peters und Markus Weise haben in einem offenen Brief den Deutschen Hockey-Bund scharf kritisiert und tiefgreifende Veränderungen an der Verbandsspitze gefordert.

«Aus unserer Perspektive werden komplexe Probleme auf die Schultern zu weniger Mitstreiter abgeladen», schrieben Peters, Weise, Jamilon Mülders und Peter Lemmen in dem offenen Brief, den die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» veröffentlichte. Dies führe zu einer «Aufgabenhäufung» im Präsidium und im Vorstand. «Ein solch gewachsener Zustand von Aufgaben- und Machtfülle ist in der Regel für Systeme kennzeichnend, die sich permanent im Krisenmodus befinden», hieß es in dem Schreiben weiter.

Es gehe bei den Herausforderungen für eine erfolgreiche sportliche und verbandspolitische Zukunft «nicht ums alleinige Herrschen», sondern «ums gemeinsame Gelingen». Das Zusammenspiel von Präsidium und Vorstand im DHB, Haupt- und Ehrenamt, der Liga und den Vereinen «scheint uns seit geraumer Zeit oft gestört», erklärten die Autoren.

Daher plädieren sie auch mit Blick auf die Wahl des DHB-Präsidiums am 25. Mai beim Bundestag in Grünstadt für «eine weitgehende Neuausrichtung des Verbandes, seines Präsidiums und des Vorstandes».

HSV Mitteilung zu Peters vom 15.10.

Offener Brief in der FAZ, kostenpflichtig