Gelsenkirchen (dpa) - Freude, Ernüchterung, Frust - Domenico Tedesco kam sich vor wie auf einer Gefühlsachterbahn.

«Jetzt sind wir alle sehr enttäuscht. Wenn man bis kurz vor Schluss 2:1 führt, hofft man natürlich auf ein anderes Ergebnis», kommentierte der Trainer des FC Schalke 04 den kuriosen Spielverlauf gegen Manchester City mit dem bitterem Ende für sein Team und die leidenden Fans.

Erst der Riesenpatzer von Torhüter Ralf Fährmann mit dem 0:1 (18. Spielminute) durch Sergio Agüero, dann die 2:1-Führung nach zwei verwandelten Strafstößen von Nabil Bentaleb (38./45.), am Ende doch die 2:3-Niederlage - und dies sogar trotz Überzahl in den letzten 25 Minuten. So stand kurz vor Mitternacht Tedescos ernüchterndes Fazit, dass seine Elf eine durchaus mögliche Sensation gegen den englischen Meister verpasste und so gut wie raus ist aus der Champions League. «Wir müssen einfach cleverer sein. Es ist wichtig, dass wir für die Zukunft daraus lernen», betonte der 33 Jahre alte Fußball-Lehrer.

Für den Tabellenführer der Premier League dürfte der Einzug in das Viertelfinale der Königsklasse am 12. März im Rückspiel nur noch eine Formsache sein. Dass ausgerechnet Leroy Sané mit einem herrlichen Freistoßtor in den Winkel nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung an alter Wirkungsstätte die Schalke-Niederlage einleitete, machte den Abend für den kriselnden Bundesligisten noch ein wenig unerträglicher.

«Leroy Sanés Freistoß zum 2:2 war unglaublich. Er trainiert diese Situationen sehr häufig. Unterm Strich ist es ein sehr gutes Ergebnis. Wir stehen noch nicht im Viertelfinale. Aber jetzt wir haben wir natürlich sehr gute Chancen», bilanzierte City-Coach Pep Guardiola. Der 48 Jahre alte Spanier und sein Millionen-Ensemble sind dem angestrebten Titel ein weiteres Stück näher gekommen.

Dabei hatten die Königsblauen bis zur Gelb-Roten-Karte für Manchesters Innenverteidiger Nicolas Otamendi (68.) alle Trümpfe in der Hand. Vor 54.417 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena lag gegen den hohen Favoriten eine kleine Sensation in der Luft. Doch das Traumtor von Sané (85.) und der Siegtreffer von Raheem Sterling (90.) rissen den spielerisch freilich unterlegenen Revierclub aus allen Viertelfinal-Träumen. «Jubeln konnte ich nicht so richtig. Klar habe ich mich ein bisschen für unsere Mannschaft und unseren Erfolg gefreut. Aber es schmerzt natürlich auch, gegen meine alte Liebe das Tor zu erzielen. Gerade, weil sie es auch sehr stark gemacht haben», befand der Ex-Schalker Sané. Der kam, sah und siegte.

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