Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom steht vor einem Jahr mit folgenreichen Weichenstellungen.

Zum einen setzt Vorstandschef Tim Höttges mit der geplanten Übernahme des US-Rivalen Sprint zum großen Sprung an, zum anderen steht die Auktion von Deutschland-Frequenzen im ultraschnellen Mobilfunkstandard 5G an. Dessen Ausbau dürfte Milliarden kosten, als zentrale Zukunftstechnologie gilt 5G aber als unverzichtbar auch für die Telekom. Der ehemalige Staatskonzern legt heute in Bonn seine Zahlen für 2018 und seinen Ausblick für 2019 vor.

Der Umsatz und das Betriebsergebnis (Ebitda) dürften etwas gestiegen sein. Davon ging die Firma selbst aus und damit rechnen nun auch Analysten. Schätzungen gehen von 75 Milliarden Euro Erlösen im vergangenen Jahr aus.

Ein weiteres Thema, zu dem sich die Chefetage bei der Pressekonferenz äußern dürfte, ist der bereits laufende Breitbandausbau. Beim Festnetz-Internet setzt die Telekom auf das Vectoring, bei dem Telefon-Kupferkabel fürs Internet genutzt werden. Die Kabel sind dünner als die Fernsehkabel, die vom ärgsten Konkurrenten Vodafone genutzt werden und eine schnellere Übertragung bieten.

Die Gigabit-Strategie von Vodafone setzt die Telekom unter Druck - und die Situation könnte sich für den Bonner Konzern verschärfen, sollte die EU-Kommission im Laufe dieses Jahres die Übernahme des starken regionalen Anbieters Unitymedia durch Vodafone absegnen.