Bremen (dpa) - Für Markus Weinzierl könnte es bereits ein Endspiel sein. Der Trainer des VfB Stuttgart steht im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga weiter mächtig unter Druck.

Eine klare Niederlage bei Werder Bremen zum Auftakt des 23. Spieltages (20.30 Uhr/Eurosport Player) und nach Sportdirektor Michael Reschke wäre wohl auch der VfB-Coach kaum mehr zu halten. Weinzierl hofft indes auf den ersten Stuttgarter Bundesliga-Sieg seit Mitte Dezember und einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf. Doch auch für Gegner Bremen steht im ausverkauften Weserstadion einiges auf dem Spiel.

DIE SITUATION BEIM VfB STUTTGART: Schon 15 Niederlagen, schwächste Defensive, zweitschlechteste Offensive und noch kein Sieg im Jahr 2019: Die Lage beim VfB Stuttgart ist bedrohlich. Lange Zeit wollten die Schwaben den Abstiegskampf nicht wahrhaben, doch nun stecken sie mittendrin. Aus dem Quartett Nürnberg, Hannover, Stuttgart und Augsburg wird sich wohl nur ein Club direkt retten. Das dies der VfB ist, dafür spricht im Moment nicht viel. Auch weil Weinzierl dem Team kaum Impulse geben konnte.

Die Frage ist, ob die Verantwortlichen um den neuen Sportvorstand Thomas Hitzlsperger dem glücklosen Trainer im Falle einer Niederlage in Bremen noch das richtungsweisende Spiel gegen Hannover eine Woche später geben oder einen Schlussstrich unter das Missverständnis ziehen. Weinzierl weiß um seine Position: «Es ist klar, dass es Diskussionen gibt. Wenn man über den Verein diskutiert, diskutiert man auch über den Trainer.»

DIE SITUATION BEI WERDER BREMEN: Die Öffentlichkeit schaut vor allem auf den VfB Stuttgart, doch auch für Werder Bremen steht viel auf dem Spiel. Schließlich wollen die Bremer nach vielen Jahren zurück in den Europapokal. 2019 sind die Norddeutschen noch ungeschlagen, dennoch belegt das Team von Trainer Florian Kohfeldt nur Rang zehn.

«Wir sind nicht unzufrieden, aber wir haben unsere Ziele noch lange nicht erreicht, und wissen, dass wir noch viel zu tun haben», sagte Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein am Donnerstag. Auch Kohfeldt machte klar, dass er auf die Situation seines Trainerkollegen in Stuttgart keine Rücksicht nehmen kann. «Auch für uns geht es um einiges.»

DIE STATISTIK: Der letzte Stuttgarter Sieg an der Weser liegt schon mehr als zwölf Jahre zurück. Am 16. September 2006 sicherte Mario Gomez dem VfB in der Schlussphase mit seinem Treffer einen 3:2-Sieg, nachdem Bremen bereits 2:0 geführt hatte.

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