Heidenheim (dpa) - In der AfD haben rechtsradikale Kräfte nach Worten des Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen keinen Platz. Meuthen sprach von "einigen komplett rücksichtslosen Radikalen" in den eigenen Reihen, von Intrigen und innerparteilichen Kleinkriegen.

"Wer hier seine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausleben möchte, dem sage ich ganz klar: Sucht euch ein anderes Spielfeld für eure Neurosen!", sagte Meuthen zum Auftakt des AfD-Landesparteitags in Heidenheim.

Eigentlich hätte die AfD goldene Zeiten vor sich, da der politische Gegner im Land schwach wie nie sei, und die Wähler die Nase voll hätten von der "offensichtlichen Unfähigkeit der Altparteien", betonte Meuthen. "Die Einzigen, die uns noch aufhalten können auf dem Weg zur politischen Gestaltung der Geschicke unseres Landes, das sind wir selbst."

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, sagte mit Blick auf radikale Mitglieder am rechten Rand, man dürfe nicht zulassen, dass die AfD von außen, aber auch von innen zersetzt und zerstört werde. Es gehe nicht darum, sich anzupassen oder "feige" vor einer drohenden Beobachtung zurückzuweichen, sondern eine für die Partei existenzbedrohende Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu vermeiden.

Die AfD im Südwesten ringt auf dem Landesparteitag in Heidenheim um den künftigen Kurs der Partei. Der bisherige Landesvorsitzende Marc Jongen will nicht mehr antreten. Wertkonservative Realos ringen um die Macht mit radikalen "Fundis".

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