Tallinn (dpa) - In Estland hat die Parlamentswahl begonnen. In dem baltischen EU- und Nato-Land bewerben sich 1099 Kandidaten um die 101 Sitze in der Volksvertretung Riigikogu. Zur Wahl treten 10 Parteien an, von denen keine die absolute Mehrheit erzielen dürfte.

Im Wahlkampf dominierten wirtschafts- und sozialpolitische Themen. Erste Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.

Nach Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der linksgerichteten Zentrumspartei von Regierungschef Jüri Ratas und der oppositionellen wirtschaftsliberalen Reformpartei ab.

Deutliche Zugewinne könnte auch die rechtspopulistische Estnische Konservative Volkspartei (EKRE) erzielen. Von ihrem Abschneiden dürften die möglichen Koalitionen nach der Wahl abhängen. Ob sich das regierende Dreierbündnis an der Macht halten kann, ist fraglich.

Estnische Wahlkommission