Seefeld (dpa) - Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sind fast vorbei und die deutsche Medaillenbilanz fällt hervorragend aus.

Sechs Goldmedaillen und dreimal Silber haben die DSV-Sportler vor dem finalen Langlauf-Rennen über 50 Kilometer in der freien Technik erobert. Gleich sechs Athleten treten die kurze Heimreise von Seefeld nach Hause mit mehreren Medaillen an.

MARKUS EISENBICHLER (3x Gold): Noch keinen Weltcup-Sieg im Einzel, aber drei Goldmedaillen bei der WM in Seefeld. Markus Eisenbichler hat seine Topform bei den Titelkämpfen von Tirol unter Beweis gestellt und die erfolgreichsten zwei Wochen seiner Karriere hinter sich gebracht. Außer dem 27 Jahre alten Bayern haben nur Norwegens Star-Langläufer Johannes Kläbo und Therese Johaug (zusätzlich eine Silbermedaille) drei Titel gewonnen.

ERIC FRENZEL (2x Gold, 1x Silber): Der 30 Jahre alte Oberwiesenthaler reiste als Außenseiter in sein «Wohnzimmer», wo er plötzlich zu alter Stärke zurückfand. Beeindruckend gewann Frenzel das erste Einzel, im Teamsprint mit Fabian Rießle legte er seinen insgesamt siebten WM-Titel nach. Mit couragiertem Lauf war er auch in der Staffel ein Garant für Silber.

KATHARINA ALTHAUS (2x Gold, 1x Silber): Keine Skispringerin hat die neuen vielfachen Medaillenchancen in Seefeld besser genutzt als Katharina Althaus. Die 22 Jahre alte Oberstdorferin verpasste Gold im Einzel nur um etwa 20 Zentimeter, dafür spielte sie beim Team-Titel als Schlussspringerin und beim Mixed-Titel als Startspringerin eine große Rolle.

KARL GEIGER (2x Gold, 1x Silber): Der langjährige Schattenspringer hat sich endgültig emanzipiert. Silber im Einzel feierte der 26 Jahre alte Allgäuer deshalb wie Gold, weil er mit seinem Zimmerkollegen Eisenbichler für einen Doppelerfolg gesorgt hatte. In den beiden Teamspringen war Geiger eine Bank.

JULIANE SEYFARTH (2x Gold): Erstmals hat sich die 29-Jährige gegen die interne Konkurrenz behauptet und einen der beiden begehrten Mixed-Plätze im deutschen Team ergattert. Seyfarth präsentierte sich nach kleinen Schwächen im Frauen-Team als stabile Größe im Mixed.  Im Einzel fehlte auf Rang vier nicht viel zu Bronze.

FABIAN RIESSLE (1x Gold, 1x Silber): Der Schwarzwälder war in den Team-Wettbewerben eine verlässliche Größe. Im Teamsprint mit Frenzel auf der Schanze genauso stark wie in der Loipe, im Team führte er das DSV-Quartett an die Spitzengruppe heran.

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