Tallinn (dpa) - Mit Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen hat Estlands Hauptstadt Tallinn der Opfer des sowjetischen Luftangriffs vor 75 Jahren gedacht. Bei der Bombardierung am 9. März 1944 starben mehr als 700 Menschen, Hunderte wurden verwundet und über 20 000 obdachlos. Auf dem Freiheitsplatz erinnerten Audio- und Videoinstallationen an die Opfer des Angriffs. Bomber warfen damals in zwei Wellen gut 3000 Bomben ab und zerstörten über 30 Prozent des städtischen Wohngebiets - es war einer der schwersten Luftangriffe in Estland im Zweiten Weltkrieg.