Tel Aviv (dpa) - Nach weiterem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen und nächtlichen Luftangriffen der israelischen Armee in dem Küstengebiet ist am Mittwochvormittag vorerst Ruhe eingekehrt.

Am frühen Morgen hatten militante Palästinenser noch eine Rakete nach Israel abgeschossen. Diese wurde nach Armeeangaben allerdings von Israels Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen.

Nach Medienberichten bemüht sich Ägypten weiter um eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Am Dienstagabend hatte die israelische Armee mehrere Ziele der radikal-islamischen Palästinenserorganisation attackiert. Zuvor hatten militante Palästinenser Raketen unter anderem in Richtung der Küstenstadt Aschkelon geschossen.

Nur zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Israel schaukelt sich der Konflikt mit der Hamas damit weiter gefährlich hoch. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Dienstag weitere Militäraktionen gegen die Hamas angedroht. Das israelische Fernsehen meldete, an der Gaza-Grenze stünden Panzerverbände der israelischen Armee bereit.

Der Hamas-Sprecher Fausi Barhum hatte am Montagabend eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe verkündet. Danach feuerten militante Palästinenser aber weiter Raketen ins israelische Grenzgebiet.

Israel hatte mit Luftangriffen auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen reagiert, bei dem am Montag ein Haus nordöstlich von Tel Aviv zerstört worden war. Sieben Menschen erlitten Verletzungen, darunter Kleinkinder. Israels Armee machte die Hamas für den Angriff verantwortlich.  

Israels Luftwaffe zerstörte daraufhin am Montag drei Gebäude der Hamas in Gaza, darunter das Büro des Hamas-Chefs Ismail Hanija. Insgesamt seien sieben Palästinenser verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.