Berlin (dpa) - Die Bahn will vom Bund mehr Geld zur Erneuerung ihres Schienennetzes. Nach den derzeitigen Plänen will die Bundesregierung die Mittel dafür von derzeit 3,5 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.

«Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich ja auch sehe, wie bedeutsam der Schritt angesichts der schwierigen Haushaltslage für die Bundesregierung ist», sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla der Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich sage auch deutlich: Die Summe reicht so nicht völlig aus. Daher müssen wir weiter miteinander verhandeln.»

Die Regierung hatte in den Eckwerten für den Bundeshaushalt das zusätzliche Geld für die Bahn eingeplant. «Bleibt es bei diesem Betrag, könnte die Bahn den Investitionsrückstau, den wir in der Infrastruktur haben, nicht abbauen», warnte Pofalla. Nach Konzernangaben ist der Sanierungsstau im 33.000 Kilometer langen Schienennetz auf rund 54 Milliarden Euro angewachsen.

«Mehr Mittel des Bundes bedeuten: Die Qualität und die Zuverlässigkeit des Netzes wird besser, und am Ende wird auch die Pünktlichkeit besser», sagte Pofalla. Im März waren 78,4 Prozent der Fernzüge pünktlich - was für die Bahn heißt, dass ein Zug weniger als sechs Minuten Verspätung hat. Im Durchschnitt der ersten drei Monate lag die Pünktlichkeit bei 78,2 Prozent. Darüber berichtete am Donnerstag auch «Der Tagesspiegel».

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