Cincinnati (dpa) - Im US-Bundesstaat Kentucky ist ein Jugendlicher aufgetaucht, der behauptet, nach jahrelanger Entführung seinen Peinigern entkommen zu sein.

Laut dem von US-Medien veröffentlichten Bericht der Polizei von Sharonville (Ohio) gab der Teenager am Mittwoch an, Timmothy Pitzen zu heißen und 14 Jahre alt zu sein. Entspräche dies der Wahrheit, wäre ein rätselhafter Vermisstenfall in den USA gelöst.

Ein DNA-Test soll Gewissheit bringen, ob es sich wirklich um Timmothy Pitzen aus Aurora in Illinois handelt, der im Mai 2011 im Alter von sechs Jahren verschwand. Medien zufolge hatte ihn seine Mutter auf einen mehrtägigen Ausflug mitgenommen.

Zwei Tage, nachdem die beiden ihr Zuhause und den Vater verlassen hatten, wurde die Mutter tot in einem Hotel gefunden. Sie soll Suizid begangen und eine Notiz hinterlassen haben. Darin habe es geheißen, Timmothy sei sicher bei Menschen untergebracht, die sich um ihn kümmerten, man werde ihn jedoch nie finden, berichtete der Sender CNN. Timmothys Familie hatte nie aufgehört, nach dem Jungen zu suchen.

Einwohner in der nahe der Grenze zu Ohio gelegenen Stadt Newport in Kentucky wurden am Mittwoch auf den Jungen aufmerksam, der plötzlich in ihrer Straße stand: Er sei im Gesicht verletzt gewesen, habe verängstigt gewirkt und ein Auto angehalten, um um Hilfe zu bitten, berichtete eine Anwohnerin dem Lokalsender WCPO am Mittwoch. Der Polizei berichtete er, aus dem Zimmer einer Motel-Kette seinen zwei langjährigen Entführern entkommen und über eine Brücke nach Kentucky gelaufen zu sein.

WCPO Bericht

CNN Bericht

Such-Anzeige zu Timmothy Pitzen vom National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC)

Fox19 Bericht mit Polizeireport