Bukarest (dpa) - Die Euro-Finanzminister beraten heute bei ihrem Treffen in Bukarest über die Schaffung eines gemeinsamen Eurozonen-Haushalts.

Zudem werden sie bei der Zusammenkunft, zu der auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erwartet wird, voraussichtlich über Auszahlungen an das hoch verschuldete Griechenland befinden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten auf der Grundlage eines Vorstoßes des französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor einigen Monaten den Finanzministern den Auftrag gegeben, ein Budget für die 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets auszuarbeiten. Dieses soll den Plänen nach vor allem zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Angleichung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den Staaten dienen und innerhalb des gesamten EU-Haushalts angesiedelt werden. Am Freitag wollen die Minister vor allem klären, wer die Entscheidungsgewalt über diesen Haushalt haben könnte.

Angedacht ist, dass auch Staaten, die dem Euro in absehbarer Zeit beitreten wollen, sich freiwillig an dem Gemeinschaftshaushalt beteiligen könnten.

Die Ressortchefs werden zudem über die Auszahlung von Zinserleichterungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro an Griechenland befinden. Athen hatte im August die milliardenschweren Kreditprogramme beendet, mit denen das Land seit 2010 über Wasser gehalten wurde. An die Einhaltung sämtlicher Reformvorgaben waren noch Schuldenerleichterungen geknüpft gewesen.