New York (dpa) - Neben Edmonton-Star Leon Draisaitl kann das deutsche Eishockey-Nationalteam auch noch auf die WM-Hilfe von NHL-Routinier Dennis Seidenberg hoffen.

Der Verteidiger kann sich seine Teilnahme im Falle eines Playoff-Ausscheidens der New York Islanders auch ohne Spielpraxis vorstellen. «Es ist auf jeden Fall nicht ausgeschlossen», sagte der 37-Jährige der Deutschen Presse-Agentur: «Es ist offen.»

Falls die Islanders in den Playoffs frühzeitig scheitern, soll es ein erneutes Gespräch mit dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm geben. «Und wir schauen, wie dann die Lage bei mir ist», sagte Seidenberg über seine Absprache mit dem Finnen für die WM vom 10. bis 26. Mai in der Slowakei: «Dann wird man sehen, ob er mich braucht oder nicht.» Der Bruder von Olympia-Silbergewinner Yannic Seidenberg (München) war bei der Heim-WM 2017 zum besten Verteidiger des Turniers gewählt worden. 2011 hatte er mit den Boston Bruins den Stanley Cup gewonnen.

Am Freitag will der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bekannt geben, ob Ausnahmekönner Draisaitl und weitere bereits ausgeschiedene NHL-Profis als Verstärkung zum WM-Kader stoßen werden. Die Teilnahme von Draisaitl, Korbinian Holzer (Anaheim) und Dominik Kahun (Chicago) gilt als wahrscheinlich.

Seidenberg wäre wie auch seine Teamkollegen Thomas Greiss und Tom Kühnhackl nach dem Saisonende der Islanders eine Alternative. Der Routinier hatte im Februar noch einmal einen Vertrag für die stärkste Liga der Welt bekommen, ist aber nur Backup für den Fall von Verletzungen. In der ersten Playoff-Runde hatten sich die Islanders gegen Pittsburgh durchgesetzt.

Bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften unter Söderholms Vorgänger Marco Sturm hatte Seidenberg das Nationalteam jeweils mit starken Leistungen angeführt. Die Entscheidung, ob er nach dieser Saison seine Karriere beendet, ist noch nicht gefallen. «Mir hat es Spaß gemacht, mich fit zu halten, aber ob ich das nächstes Jahr noch mal mache, ist schwer zu sagen. Im Moment eher nicht, aber ich lasse mir noch alles offen», sagte Seidenberg. Eine Rückkehr in die Deutsche Eishockey Liga, etwa zum EHC Red Bull München, wo sein Bruder spielt, hält er für unwahrscheinlich.

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