München (dpa) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Juden in Deutschland trotz einer Warnung der Bundesregierung zum Tragen der Kippa in der Öffentlichkeit ermutigt. «Jeder kann und soll seine Kippa tragen, egal wo und egal wann er möchte», sagte Herrmann. Damit widersprach er einer Warnung des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein. Dieser hatte der Funke Mediengruppe gesagt, er könne es Juden nicht empfehlen, «jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen». Er begründete das mit der «zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung und Verrohung», die einen fatalen Nährboden für Antisemitismus darstelle.