Frankfurt/Main (dpa) - Nach guten Nachrichten zum Thema Zollstreit ist der Dax am Dienstag in der ersten halben Stunde des Handels um 1,02 Prozent auf 12 168,43 Punkte gestiegen.

Nachdem der deutsche Leidindex in der vergangenen Woche vor allem von der Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA profitiert hatte, kam nun durch die Einigung zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten im Zollstreit auch von dieser Seite ein Argument für Käufer hinzu.

Mexiko versprach Maßnahmen an der Grenze, im Gegenzug verzichtet Washington zunächst auf die angedrohten Strafzölle auf alle mexikanischen Importe. Im US-Konflikt mit China herrscht derweil angespannte Ruhe vor dem Treffen der beiden Präsidenten auf dem G20-Gipfel Ende des Monats.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, gewann 0,92 Prozent auf 25 312,83 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um fast ein halbes Prozent aufwärts.

Stahlwerte wie Thyssenkrupp und Salzgitter fielen mit deutlichen Kursgewinnen von gut vier Prozent auf. Peking habe für die Regionalregierungen den Spielraum für Investitionen erhöht, hieß es. Börsianer hoffen nun auch auf positive Impulse für die Stahlnachfrage.

Aktien von Evotec kletterten um über drei Prozent. Die Hamburger Wirkstoffforscher bekommen bei der Behandlung von Tuberkulose prominente Unterstützung. Die Bill & Melinda Gates Foundation des Microsoft-Gründers und seiner Ehefrau helfe im Rahmen einer fünfjährigen Partnerschaft mit 23,8 Millionen US-Dollar, teilte das Biotechunternehmen am Vorabend mit. Evotec kooperiert bereits mit der Michael J. Fox Foundation in der Parkinsonforschung.

Papiere von Heidelberger Druck sprangen um bis zu 9 Prozent an. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer machte den Anlegern in einem Interview mit der «Euro am Sonntag» Hoffnung auf einen weiteren strategischen Investor. Es gebe Interessenten, so Hundsdörfer. Mehr wolle er «jetzt noch nicht sagen».