Manama (dpa) - Nach angeblichen neuen Zwischenfällen mit Tankern im Golf von Oman hat die US-Marine zwei Notrufe erhalten. US-Schiffe seien in der Region unterwegs und leisteten Hilfe, teilte die 5. Flotte der US-Marine in Bahrain mit.

Es gebe Berichte, dass dort zwei Tanker angegriffen worden seien. Die Notrufe seien am Morgen zwischen 6.00 und 7.00 Uhr Ortszeit (5.00 und 6.00 MESZ) eingegangen. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

Auch die Informationsplattform UKMTO der britischen Marine berichtete von einem Zwischenfall. Die Organisation registriert und untersucht Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.

Anrainer der dortigen Meerenge sind der Iran sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und der Oman. Heute endet der Besuch des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe im Iran, der dort im Atomkonflikt mit den USA vermitteln will.

Bereits vor vier Wochen hatten die VAE Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe im Golf von Oman gemeldet. Nach saudi-arabischen Angaben wurden zwei Tanker des Landes schwer beschädigt. Die genauen Umstände blieben jedoch unklar.

US-Sicherheitsberater John Bolton sprach später von Angriffen mit Seeminen, für die «fast sicher» der Iran verantwortlich sei. Beweise für seine Anschuldigung legte er nicht vor. Die Regierung in Teheran wies den Vorwurf zurück und sprach von «lächerlichen Behauptungen».