Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zu Wochenbeginn zurückgehalten. Der Dax lag am Montagmittag bei 12.274,80 Punkten und damit 0,53 Prozent im Minus.

Die Gewinnwarnung des Autobauers Daimler sowie der eingetrübte Ifo-Index seien "keine guten Zutaten" für den deutschen Leitindex, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank.

Im breiteren Markt zeigten sich die Anleger weniger zögerlich: Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, stieg um 0,30 Prozent auf 25.577,53 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte zuletzt ein Minus von 0,35 Prozent.

Im Dax rutschten die Daimler-Papiere nach einer erneuten Gewinnwarnung mit einem Abschlag von mehr als viereinhalb Prozent an das Index-Ende. Lufthansa rutschten um knapp eineinhalb Prozent ab. Mit der jüngsten Gewinnwarnung hatte das Vertrauen der Anleger in die Airline bereits einen noch größeren Knacks bekommen. RWE-Papiere sackten nach einer Verkaufsempfehlung der britischen Bank HSBC um mehr als drei Prozent ab.

Aktien des Einzelhandelskonzerns Metro verteuerten sich nach dem Übernahmeangebot der beiden osteuropäischen Investoren Daniel Kretinsky und Patrik Tkac um knapp drei Prozent. Die Metro-Führung bewertete die Offerte allerdings als zu niedrig.

Unterdessen kann das Biotechunternehmen Morphosys weiter mit seinem Prüfmedikament Tafasitamab punkten. Die Aktie schnellte um fast acht Prozent nach oben und ist damit zurück auf dem Niveau von Ende Mai.

Zum Wochenstart gibt es zudem noch einige Veränderungen in den Indizes hinter dem Dax: So steigt Wacker Chemie aus dem Index der mittelgroßen Werte MDax in den SDax ab. Nachrücker ist der Leasingspezialist Grenke. Im Kleinwerteindex SDax müssen Vossloh und Hapag Lloyd ihre Plätze für Eckert & Ziegler und DMG Mori räumen.