Istanbul (dpa) - Das Verfassungsgericht in Ankara hat die Untersuchungshaft des ein Jahr in der Türkei inhaftierten «Welt»-Reporters Deniz Yücel für rechtswidrig erklärt. Das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit sei verletzt worden, urteilten die Richter, wie aus der im Amtsblatt veröffentlichten Entscheidung hervorging. Zudem erhalte Yücel einen Schadenersatz von umgerechnet rund 3800 Euro. Eine getrennte Schadenersatzklage laufe aber noch, sagte Yücels Anwalt, Veysel Ok, der Deutschen Presse-Agentur. Yücel saß ein Jahr ohne Anklageschrift in der Türkei im Gefängnis.