Berlin (dpa) - Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Mitstreiter in Berlin ermutigt, weiter für den Klimaschutz zu protestieren. «Wir werden nie aufhören», sagte die 16-Jährige in ihrer Rede auf einer Fridays-for-Future-Kundgebung.

Es gebe ihr Hoffnung, dass so viele Menschen für das Klima auf die Straße gingen. «Ich werde nie aufgeben.»

Thunberg kam zum zweiten Mal zu einem Klimaprotest nach Berlin. Sie sprach mehrere Minuten zu den Schülern und Klimaaktivisten, die ihr laut applaudierten. Thunberg dankte den Organisatoren der Klimabewegung hierzulande: «Diese Bewegung in Deutschland hat wirklich Geschichte geschrieben.»

Seit Monaten demonstrieren weltweit vor allem Schüler und Studenten freitags, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Bewegung geht auf eine Protestaktion Thunbergs in Schweden zurück.

Laut Organisatoren zog es zwischen 3000 und 4000 Teilnehmer an dem Sommerferien-Tag zu der Kundgebung im Invalidenpark. Die Polizei nannte keine Zahl. Auch Schüler und Aktivisten außerhalb von Berlin kamen. Darunter waren zum Beispiel Schüler aus Brandenburg und junge Leute aus Österreich. Auch Eltern kamen mit ihren Kindern. Es gab Sprechchöre und auf Plakaten war unter anderem zu lesen: «Es gibt keinen Planeten B» oder «Generation: Streik».

Thunberg kam in Begleitung der deutschen Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die ihrerseits in ihrer Rede betonte: «Wir werden natürlich nicht aufgeben, sondern weitermachen.» Die Protestler würden in «jede Ritze von verkrusteten Strukturen» drängen.

Am Tag zuvor hatte das Klimakabinett in Berlin zum dritten Mal getagt. Es verhandelt über ein umfassendes Paket, um den Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland schneller zu senken und die Klimaschutzziele zu erreichen - bisher ohne Entscheidungen.

Der Präsident der Technischen Universität Berlin, Christian Thomsen, trat auch auf die Bühne der Kundgebung und sagte: «Die Fridays-for-Future-Bewegung ist richtig, sie ist wichtig und sie ist bedeutend für unsere Zukunft. Haltet durch, macht weiter.» Er wertete das Treffen des Klimakabinetts am Vortag ohne Entscheidungen nicht als Enttäuschung, sondern: «Es ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagte er auf dpa-Anfrage.

Die Kundgebung verlief nach bisherigen Polizeierkenntnissen ohne Zwischenfälle. Danach riefen die Organisatoren die Teilnehmer dazu auf, bei einem anschließenden Klimastreik im brandenburgischen Luckenwalde mitzumachen. Auch in anderen deutschen Städten wurde erneut gestreikt. Zu drei Freiburger Fridays-for-Future-Aktionen etwa kamen laut Polizei rund 7500 Menschen.

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