Regensburg (AFP) Die Macher einer neuen Studie zum Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen haben Äußerungen des emeritierten Papsts Benedikt XVI. zurückgewiesen, der den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche mit der 68er-Bewegung erklärt hatte. Die Gewalt bei den Domspatzen sei "deutlich überwiegend" mit Ausnahme eines Einzelfalls nicht Folge der 68er-Pädagogik, sagte Bernhard Löffler, Autor einer Aufarbeitungsstudie am Montag. Die bei dem weltberühmten Chor verbreitete Gewalt sei viel mehr als Teil eines Erziehungsalltags zu erklären, der weit vor den 68er-Reformen etabliert gewesen sei.