Königssee (dpa) - Weltmeisterin Tina Hermann hat auf ihrer Heimbahn am Königssee den Skeleton-Weltcup gewonnen.

Mit 51,24 Sekunden verbesserte sie den Bahnrekord von Jacqueline Lölling um vier Hundertstelsekunden und verwies die Olympia-Zweite von der RSG Hochsauerland nach zwei Läufen mit 0,18 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde die Russin Elena Nikitina. Die Suhlerin Sophia Griebel kam auf Platz sieben.

"Ich hatte den inoffiziellen Bahnrekord schon, bin hier mal 51,19 gefahren. Natürlich ist es wichtig, wenn du hier auf der Heimbahn auch den Rekord holst. Aber Jacqueline fährt hier auch sehr stark, es macht Spaß, sich mit ihr zu battlen", sagte Hermann, während Lölling meinte: "Das Eis war extrem hart, noch einmal einen Zacken knackiger. Da gibt es schon ein paar Grip-Probleme. Im Kreisel fehlte mir da auch ein bissel der Halt."

Indes belegte Felix Keisinger vom WSV Königssee mit einer starken Aufholjagd Platz drei auf seiner Heimbahn. Mit Bestzeit im zweiten Durchgang verbesserte sich der 22-Jährige von Rang zwölf auf Platz drei. Nach zwei Läufen hatte der Junioren-Weltmeister 0,39 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Russen Alexander Tretjakow. Zweiter wurde Olympiasieger Yun Sungbin aus Südkorea, der im ersten Lauf den drei Jahre alten Bahnrekord von Gassner um drei Hundertstel auf 49,98 Sekunden schraubte. Gassner wurde mit einer Hundertstelsekunden Rückstand Fünfter hinter Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg, der wiederum eine Hundertstel hinter Keisinger war.

"Es ist unglaublich, im ersten Lauf passiert mir hier ein Fehler. Ich fahre hier die Bahn runter, seit ich elf Jahre alt bin. Dieser Fehler ist mir in den letzten zehn Jahren vielleicht zweimal passiert. Da war ich fix und fertig", sagte Keisinger und betonte: "Jetzt bin ich einfach nur glücklich.".

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