Wöbbelin (dpa/lno) - Mit einer Mahnung gegen das Vergessen ist am Sonntag der Befreiung des KZ-Außenlagers Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gedacht worden. In der nur zehn Wochen lang bestehenden Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme starben mehr als 800 Häftlinge aus über 20 Nationen, 200 erlagen nach der Befreiung den Folgen der extremen Haftbedingungen.
Am 2. Mai 1945 hatten US-Truppen das Lager erreicht. An dem Gedenken im coronabedingt kleinen Rahmen nahmen unter anderem Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), Landrat Stefan Sternberg (SPD) und Kreistagspräsident Olaf Steinberg (CDU) teil.
Größere Veranstaltungen waren wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht möglich. Stattdessen gab es eine digitale Gedenkwoche. "Wir, als nachfolgende Generationen haben die Verantwortung, diese Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Gerade in dieser gegenwärtigen Zeit, in der rechte Parolen wieder Hochkonjunktur haben, müssen wir den Opfern und Überlebenden eine Stimme geben", mahnte Sternberg.
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