Wittstock/Dosse (dpa/bb) - Die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) hat an den 40. Jahrestag ihres Bestehens erinnert. "Die Eröffnung des Museums war ein wichtiger Schritt für diesen bedeutsamen historischen Ort, der an das letzte mörderische Kapitel in der Geschichte der Konzentrationslager erinnert", sagte Gedenkstättenleiterin Carmen Lange laut einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung. Jährlich besuchten rund 5000 Menschen das Museum, sagte Lange. Wegen der Corona-Pandemie ist es derzeit allerdings geschlossen.

Herzstück der am 7. Mai 1981 in der DDR eröffneten Gedenkstätte ist ein historisches Waldgelände, wo im April 1945 mehr als 16 000 Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen in einen Todesmarsch getrieben wurden - ohne Versorgung und unter Bewachung der SS. Bei dem Marsch waren in den letzten Tagen des NS-Regimes kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee mehr als 1000 Häftlinge gestorben.

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Pressemitteilung

Zum Todesmarsch und Waldlager im April 1945