Teheran - Bei dem Flugzeugunglück im Iran sind jüngsten Angaben zufolge 29 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte die iranische Zivilluftfahrtbehörde mit und korrigierte die Opferzahl damit deutlich nach unten. Zuvor hatte das iranische Staatsfernsehen berichtet, bei der Landung der russischen Tupolew-Maschine in Maschhad im Nordosten des Landes seien mindestens 80 Menschen getötet worden.

Beim Landanflug in Maschhad im Nordosten Irans sei ein Reifen geplatzt danach habe die Tupolew-154 Feuer gefangen, sei von der Rollbahn abgekommen und gegen eine Absperrung geprallt. Dabei seien mehrere Löcher in den Flugzeugrumpf gerissen worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Die ersten Bilder vom Unglücksort zeigten das Flugzeug der Fluggesellschaft Iran Airtours ohne Fahrwerk auf dem Bauch neben der Landebahn liegend; in der Mitte der Maschine war ein großes ausgebranntes Loch zu sehen. Die Löscharbeiten dauerten an. Die Maschine war von der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas gestartet.

Der geplatzte Reifen habe das Flugzeug von der Landebahn abgebracht, sagte ein Flughafensprecher. Die Piloten würden in ihrer Ausbildung auf solche Situationen vorbereitet. Nun müsse geprüft werden, warum das Manöver scheiterte und die Maschine in Flammen aufging.

Im Iran ist die zivile und militärische Flugzeugflotte veraltet, Flugzeugunglücke sind keine Seltenheit. Dies hängt auch mit wirtschaftlichen Sanktionen der USA zusammen, die dem Iran den Kauf neuer Flugzeuge sowie die Beschaffung von Ersatzteilen sehr erschweren. Im Dezember vergangenen Jahres war eine iranische Militärmaschine wegen technischer Probleme am Fuße eines Hochhauses in Teheran abgestürzt. Dabei waren 108 Menschen ums Leben gekommen. Im Februar 2003 waren beim Absturz einer Armeemaschine 302 Menschen gestorben. Wegen des Streits mit der internationalen Gemeinschaft um sein Atomprogramm drohen Teheran weitere Sanktionen.

(tso/AFP)

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