Sydney - Die Käufer hätten zugesagt, die Airline in australischem Besitz und unter australischer Kontrolle zu lassen, begründete der australische Finanzminister Peter Costello die Entscheidung.

Außerdem hätten die Investoren zugesichert, dass auch künftig Wartung und Reparaturen der Maschinen in Australien verbleibe sowie das Vielfliegerprogramm und alle regionalen Verbindungen erhalten blieben, fügte Costello hinzu. Die australischen Wettbewerbsbehörden und die Qantas-Führung haben dem Verkauf bereits zugestimmt. Allerdings müssen die Aktionäre den Deal noch absegnen.

Gewerkschafter befürchten Entlassungen

Das Käufer-Konsortium wird von der australischen Investmentbank Macquarie und der US-Investorengruppe Texas Pacific angeführt. Es bietet umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro für die National-Airline mit dem Känguru-Emblem. Die Transaktion ist die größte ihrer Art in der Geschichte der Luftfahrt.

Die 1920 gegründete Qantas ist die zweitälteste Fluglinie der Welt und im Gegensatz zu vielen anderen Airlines ein lukratives Unternehmen. Der Deal ist in Australien heftig umstritten. Zum einen wurde befürchtet, ausländische Investoren könnten die Oberhand in dem Vorzeigeunternehmen gewinnen. Die Gewerkschaften befürchten, dass die neuen Besitzer Löhne drücken und Jobs streichen könnten.

(tso/AFP)

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