Albufeira/Portugal - Das Turnier ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in China im September. "Der Algarve-Cup hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen langsam in WM-Form kommen", sagte DFB-Cheftrainerin Silvia Neid vor dem Auftaktspiel gegen Norwegen an diesem Mittwoch (18:45 Uhr/Eurosport) in Faro.

In den weiteren Partien der Gruppe A trifft der Welt- und Europameister am Freitag (19 Uhr) ebenfalls im Algarve-Stadion von Faro auf Frankreich und am nächsten Montag (18:30 Uhr) in Vila Real de San Antonio auf Dänemark. In der Gruppe B spielen Olympiasieger USA, Schweden, China und Finnland. Die beiden Gruppen-Ersten bestreiten das Finale am 14. März. "Ganz klar, wir wollen das Turnier wieder gewinnen", sagte Neid. Im Vorjahr holte die DFB-Elf erstmals den Titel beim "Mundialito" (kleine Weltmeisterschaft) durch einen Finalsieg im Elfmeterschießen gegen die USA.

Sollte die erfolgreiche Titelverteidigung im Urlaubsparadies nicht gelingen, wäre das für Neid "nicht so schlimm". Die 42 Jahre alte Fußball-Lehrerin will in erster Linie sehen, "wie die Spielerinnen in der Winterpause gearbeitet haben und in welcher Verfassung sie sich nach zwei Bundesligaspieltagen präsentieren". Der Kampf um die WM- Tickets geht in die heiße Phase. Nach dem Algarve-Cup will das Trainerteam ein Zwischenfazit ziehen und entscheiden, wer für die direkte WM-Vorbereitung in Frage kommt. "Jede hat hier die Chance, sich für den WM-Kader zu empfehlen", betonte Neid, die bereits beim Turnier in China im Januar mit der Sichtung begann. Dort spielte die stark verjüngte DFB-Elf gegen China, England und die USA jeweils 0:0.

Erfahrene Spielerinnen im Team

Nun sind einige erfahrene Kräfte wie Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, Steffi Jones oder Renate Lingor (alle 1. FFC Frankfurt) wieder an Bord. Von den Etablierten fehlen nur Potsdams Torhüterin Nadine Angerer (berufliche Verpflichtungen), Abwehr-As Sandra Minnert (Knie-OP) und die formschwache Conny Pohlers.

Ohne Länderspielerfahrung ist nur Ursula Holl. Die 24-Jährige ist beim 1. FFC Frankfurt die Nummer 2 hinter Silke Rottenberg, die sich nach ihrem Kreuzbandriss in der Reha befindet. Holl dürfte gegen Norwegen ihr Debüt feiern, ihre Wolfsburger Konkurrentin Stephanie Ullrich kam nach Rottenbergs Ausfall in China zu zwei Einsätzen und machte ihre Sache gut.

"Chancen besser nutzen"