Toulouse - In Toulouse verließen die Mitarbieter am Vormittag die Werkshallen, um an Protestkundgebungen teilzunehmen. Der halbtägige Streik sollte bis zum Nachmittag (14:30 Uhr) dauern. Der vergangenen Woche vorgestellte Plan für Airbus sieht in Frankreich innerhalb von vier Jahren die Streichung von 4300 Arbeitsplätzen vor, davon 1100 am Sitz des Flugzeugbauers in Toulouse.

Außer in Toulouse gab es auch Streikaufrufe in den Airbus-Werken in Méaulte in Nordfrankreich sowie in Nantes und Saint-Nazaire im Westen des Landes. Gewerkschaftsvertreter meldeten zum Auftakt eine Beteiligung von bis zu 90 Prozent an den Arbeitsniederlegungen. Kritik in Frankreich gibt es daran, dass in Deutschland mit 3700 Jobs weniger Stellen wegfallen. Die französische Mehrheitsgewerkschaft Force Ouvrière (FO) schloss deshalb am Montag einen längeren Airbus-Streik und Blockaden der Flugzeugproduktion nicht aus, wenn die Firmenleitung nicht zu einer Neuverteilung der Einschnitte auf beide Länder bereit ist.

Der französische Ko-Vorsitzende des Europäischen Airbus-Betriebsrates, Jean-François Knepper, kündigte unterdessen im Radiosender Europe 1 an, ein internationaler Protesttag gegen den Sparplan sei nun für den 16. März in Brüssel geplant. (tso/AFP)

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