Köln - Das Kölner Literaturfest (9. bis 19. März), das zum siebten Mal stattfindet, bietet an zehn Tagen knapp 140 Veranstaltungen rund um Literatur und Lesen. Den Auftakt machen die schwedischen Krimiautorinnen Liza Marklund und Anne Holt. Außerdem treffen am Eröffnungsabend der Kölner Maler Daniel Richter und der Schriftsteller Dietmar Dath aufeinander. Im vergangenen Jahr zählte das Fest 56.000 Besucher.

Erstmals seien die Komiker Hape Kerkeling und Helge Schneider zu Gast, sagte Festivalleiter Rainer Osnowksi. Mit Kerkelings Programm "Ein Mann, ein Fjord", einem Drehbuch, verspricht die Lit.Cologne einen "Spielfilm für die Ohren". Der Entertainer spiele gleich mehrere Figuren, unter anderem seine Paraderolle Horst Schlämmer. Sein Kollege Schneider, der zuletzt in dem umstrittenen Kinofilm "Mein Führer" von Dani Levy zu sehen war, liest aus seinen "Memoiren des Rodriguez Faszanatas".

"Weltgeschichte der Lüge"

Im Mittelpunkt stehen wie immer die nach Worten von Osnowksi "inszenierten Geschichten": Kombinationsveranstaltungen, bei denen sich Literatur mit anderen kulturellen Genres trifft, spezielle Themenabende wie die "Weltgeschichte der Lüge" mit Roger Willemsen und Dieter Hildebrandt sowie Patenschaften zwischen berühmten Autoren und Nachwuchsschriftstellern. Daneben werden in diesem Jahr zahlreiche Literaten geehrt, unter anderem Samuel Beckett und der im vergangenen Jahr gestorbene Robert Gernhardt.

Der 24-stündige Literaturmarathon im Funkhaus des Westdeutschen Rundfunks dreht sich in diesem Jahr mit 100 Büchern um "Unterwelten". Knapp 50 Literaturveranstaltungen gibt es im Rahmen des Festivals außerdem für Kinder: Die Lit.Kid.Cologne bietet Lesungen in der Kölner Oper, im Zoo, im Schokoladenmuseum und in der Synagoge. Ein Kinder-Musical einer Kölner Grundschule feiert seine Uraufführung. (tso/dpa)

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