Bonn - Das Fest findet zwischen dem 24. August und 23. September statt. Unter dem Motto "Joy" (Freude) werden die vielfältigen Beziehungen zwischen Beethoven und Großbritannien zu Lebzeiten des Komponisten und in den nachfolgenden Jahrhunderten bis heute thematisiert, wie die Veranstalter berichteten.

Die Brücke nach Großbritannien führt über Beethovens Klavierschüler Ferdinand Ries. Er ging 1813 nach London und wurde dort erster Direktor der Philharmonic Society. Diese gab 1822 bei Beethoven seine Symphonie Nr. 9 in Auftrag. Ihr Chorfinale auf Schillers "Ode an die Freude" erklingt bei den Briten als "Song of Joy". Das Beethovenfest greift die historischen Bezüge auf und nimmt insbesondere Kompositionen aus Großbritannien ins Programm auf.

Internationale Stars

Aus Großbritannien werden unter anderem das Philharmonia Orchestra unter Leitung von Sir Andrew Davis, das BBC Symphony Orchestra, die Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner, das Hilliard Ensemble und der Choir of King's College Cambridge erwartet. Daneben treten internationale Stars auf wie Zubin Mehta mit dem Israel Philharmonic Orchestra. Viele Konzerte werden vom Westdeutschen Rundfunk, Deutschlandfunk/DeutschlandRadio Kultur und der Deutschen Welle übertragen.

Mit dem internationalen Festival wird jedes Jahr an Ludwig van Beethoven (1770-1827) erinnert. Er wurde in Bonn geboren und siedelte später nach Wien um. In diesem Jahr steht für die Veranstaltungen unter Leitung von Intendantin Ilona Schmiel ein Etat von 3,65 Millionen Euro zur Verfügung. (tso/dpa)

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