London/Paris - Nach italienischen Angaben ist auch eine Frau mit britischer und italienischer Staatsangehörigkeit dabei. Die drei anderen sind britische Männer. Von der Gruppe fehlte auch am Dienstag noch jede Spur. Die Entdeckung der drei beschädigten Fahrzeuge der Verschwundenen sei "Besorgnis erregend", sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums der BBC. Die fünf Europäer waren Angestellte der britischen Botschaft in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba oder deren Angehörige. Sie waren mit 13 einheimischen Fahrern und Übersetzern in der entlegenen Nordregion Afar unterwegs gewesen.

Die Fahrzeuge waren umweit der Stadt Hamedali nahe der Grenze zu Eritrea gefunden worden. An einem Wagen sei die Fahrertür von acht Gewehrkugeln durchlöchert, in einem anderen Fahrzeug seien Hinweise auf eine Explosion auf dem Beifahrersitz gefunden worden, berichtete die BBC. Das Gepäck der Touristen sowie Handys und andere persönliche Gegenstände seien zurückgelassen worden.

Äthiopische Behörden hatten behauptet, die Gruppe sei von einem Militärkommando des benachbarten Eritreas über die Grenze entführt worden. Die eritreische Botschaft in London hat dies zurückgewiesen. Die britische Zeitung "The Independent" berichtete von einem politischen Hintergrund. Es gebe Hinweise, dass die Reisenden von einer islamistischen Gruppe mit Verbindungen zur Terrororganisation El-Kaida entführt worden sein könnten. Eine Spezialeinheit der britischen Armee bemüht sich derzeit in Äthiopien um die Freilassung der Touristen. (tso/dpa)

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