Hanoi - Der nordkoreanische Botschafter in Hanoi, Song Il Ho, nannte die japanische Forderung, nach Nordkorea entführte Japaner zurückzubringen, "unangemessen". Alle in den 70er und 80er Jahren Entführten, die noch lebten, seien inzwischen zurückgekehrt. Die anderen seien verstorben. "Sie sagen, wir sollen die Toten lebendig nach Japan zurückschicken. Dieses Problem kann nie gelöst werden", sagte der Botschafter in Hanoi. Japan ist davon überzeugt, dass einige der Entführten noch leben. Pjöngjang hatte die Entführung von 13 Japanern zugegeben. Fünf kehrten vor fünf Jahren nach Japan zurück.

Die Gespräche waren im Februar im Zusammenhang mit dem Durchbruch bei Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms vereinbart worden. Schon der Auftakt am Mittwoch war von dem Streit über die Entführten überschattet worden. Nordkorea wurde im Gegenzug für die Aufgabe des Atomprogramms unter anderem Energiehilfe und die Normalisierung der Beziehungen zu verschiedenen Staaten angeboten. (tso/dpa)

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